Ein Ort, der trägt. Ein Projekt, das bewegt.
Nach etwas Geduld aber mit neuer Tatkraft und einem guten Stück Idealismus wurde im November 2025 ein weiterer Meilenstein in der Sanierung des Pfarrhofes erreicht. Nach einer längeren Baupause – verursacht durch Lieferverzögerungen – konnten die Arbeiten am 11. November wieder aufgenommen werden.

Die Enge im Pfarrhof stellte das Team vor eine besondere Herausforderung. Der neue „Sanitärpavillon“ musste mit einem eigens dafür ausgelegten Kran vom LKW an seinen Platz gehoben werden. Was nach einem gewagten Manöver klang, wurde durch die perfekten Handgriffe des Kranführers zu einem kleinen Kunststück. Nach nur 45 Minuten stand der Container plangetreu, millimetergenau und waagrecht an seinem vorgesehenen Platz.
Wenige Tage später folgte der nächste Schritt. Der Dachstuhl wurde errichtet und der WC-Bereich in den bestehenden Garagen- und Lagertrakt integriert. Noch vor dem ersten Schneefall am 25. November konnte die Dachkonstruktion samt Dachpappe vollendet werden – ein Zeichen dafür, dass Vorarbeit, Fleiß und Zusammenhalt Früchte tragen.
Die Außenansichten des „Sanitärpavillon“ wurden dem Erscheinungsbild des restlichen Bauwerkes angepasst. Mit einer Kärntner Schalung aus Lärche und sorgfältiger Isolierung fügt sich der neue Bereich harmonisch ins Gesamtbild ein. Gleichzeitig entstand durch diese Erweiterung zusätzlich wertvoller Raum. Überdachte Lager- und Abstellflächen für Stühle, Bänke, Stehtische, Tische und sonstigen Veranstaltungsbedarf. Platz für Werkzeuge, Schneefräse, Rasenmäher und vieles erforderliches Kleinmaterial. Holzverschnitt, für Regale verwendet, die eingebaut Ordnung und Übersicht schaffen, wurden damit kostensparend und nachhaltig verwendet.

Damit die Helfer und Handwerker bei all der Arbeit weder Hunger noch Durst leiden mussten, sorgten engagierte Gemeindemitglieder für das leibliche Wohl und die notwendige Aufwärmung an den, inzwischen schon ziemlich kalten Tagen. Rosi und Erich Hofer verwöhnten die Amateurhandwerker mit einem herzhaften, selbst gekochten, Gulasch. Anni Winkler sorgte mit Kaffee und Kuchen für den süßen und aufmunternden Nachtisch. Anderntags servierte Rebecca Jost eine warme, köstliche und kräftigende Kürbiscremesuppe mit Kurkuma. Warmer Tee mit einem Schuss „Kreislaufverstärker“ rundete diese Mahlzeiten ab. So wurde nicht nur gebaut, sondern auch Gemeinschaft gelebt – gestärkt durch Speis und Trank, die Körper und Geist gleichermaßen nährten.
Bis zum Frühjahr stehen noch kleinere Arbeiten an – insbesondere das Asphaltieren des Pfarrhofes im Bereich der neu verlegten Erdleitungen und zum Niveauausgleich rund um den Garagen- und Lagertrakt und um einen barrierefreien Zugang zum Sanitärpavillon zu schaffen. Mit dieser Baustufe ist ein entscheidender Schritt getan, damit unser Pfarrhof rechtzeitig zu den 100-Jahr-Feierlichkeiten in einladender Schönheit und Funktionalität erstrahlen kann.

Dieses Sanierungs- und Erneuerungsprojekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen mit Einsatzwillen, Können und Zusammenhalt an einem Strang ziehen. Bis zu dieser Baustufe wurden bereits mehr als 500 ehrenamtliche Stunden geleistet. Der Pfarrhof der Schneerosenkirche wird so nicht nur baulich erneuert, sondern auch als Ort der Begegnung, der Stärkung und des Miteinanders gefestigt.
So verwundert es nicht, dass während der Arbeiten der Blick immer wieder hinauf zur Schneerosenkirche wanderte – und daran erinnerte, was vor hundert Jahren Menschen schufen – allein mit ihren Händen, ohne Langarmkräne, Bagger oder modernem Akkuwerkzeug – getragen von Mut und einer unerschütterlichen Sehnsucht nach einer eigenen Kirche ein Werk, das selbst heute als Großprojekt gelten würde.
Und da nun Balken sitzen, Wände stehen und auch der Sanitärpavillon seinen Platz gefunden hat, gilt:
Die Baustelle ruht, der Pfarrhof bleibt baustellen- und staubfrei und wir melden uns wieder, wenn der Asphalt im Frühjahr glänzt.
























