Spuren, die Verantwortung wecken

Weil Frieden Erinnerung braucht.

Im gemeinsamen Erinnern liegt die Kraft, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Beim „Stadtspaziergang gegen das Vergessen“ in Hermagor wurden Orte sichtbar gemacht, an denen die Geschichte des Nationalsozialismus bis heute nachwirkt.

Auf den Spuren der Geschichte führte Bernhard Gitschtaler interessierte Teilnehmer im Rahmen eines Stadtspazierganges zu jenen Orten in Hermagor, die bis heute nachhallen. Am Denkmal der Namen feierten Pfarrerin Veronika Ambrosch und Hannes Berger eine ökumenische Andacht, in der die Opfer des NS‑Terrors aus dem Bezirk Hermagor namentlich verlesen wurden.

Als Zeichen der Wertschätzung für die slowenische und windische Sprache wurden die Fürbitten von Melita und Daniel Wohinz in diese Sprachen übersetzt und vorgetragen. Musikalisch trug Friedl Rainer zu einer Atmosphäre des Innehaltens und der Hoffnung bei.

Gerade in einer Zeit, in der vielerorts Krieg, Unterdrückung und Unfreiheit herrschen, wächst die Dankbarkeit dafür, seit Jahrzehnten in Frieden im Gailtal leben zu dürfen. Erinnerung bedeutet nicht nur Rückblick, sondern auch Auftrag – für Respekt, Mitmenschlichkeit und ein friedliches Miteinander.

Das Denkmal der Namen ist ein 2025 errichtetes Mahnmal in Hermagor, das an 66 Menschen aus dem Bezirk erinnert, die dem NS‑Terror zum Opfer fielen. Die Namen stehen stellvertretend für Frauen, Männer, Kinder, Kärntner Sloweninnen, politisch Verfolgte, Menschen mit Behinderungen, Zwangsarbeiter.

Das Denkmal befindet sich neben dem Gymnasium Hermagor und besteht aus zwei großen Glastafeln, auf denen die Namen, Jahreszahlen und Tötungsorte eingraviert sind. Es wurde gemeinsam vom Verein Erinnern Gailtal und der Stadtgemeinde Hermagor realisiert.

Verein Erinnern Gailtal

Katholische Pfarrgemeinde Hermagor