Wandern zur eigenen Mitte

Nicht höher steigen – sondern tiefer spüren

Umgeben von den Gebirgszügen der Karnischen- und Gailtaler Alpen lud Pfarrerin Friederike Hönig am 14. August zu einer ganz besonderen Wanderung ein – nicht als sportliche Herausforderung, sondern als meditativer Weg, um in Ruhe bei sich selbst anzukommen. Herz und Geist fanden im goldenen Licht der Bergwelt gleichermaßen Inspiration und Einkehr.

Diese Wanderung war kein Wettlauf zum Gipfel, sondern eine Einladung zum Ankommen – im Moment, in der Natur, bei sich selbst.

Begleitet von inspirierenden Gedanken, Zitaten und Erlebnissen von Martin Luther und Bernhard von Clairvaux sowie kleinen meditativen Impulsen, öffnete sich ein Raum der Stille und des bewussten Wahrnehmens. Vogelstimmen, das Rascheln der Blätter, der Duft des Sommers – all das wurde Teil einer spirituellen Erfahrung.

Die Natur selbst wurde zur Lehrmeisterin: Vogelstimmen, das Bellen des wachsamen Nachbarhundes, das Rascheln der Blätter, die Traktorengeräusche der fleißigen Bauern, die ihrer Arbeit nachgingen, der Duft des Sommers – all das durfte sein. Doch Friederike Hönig ermutigte dazu,

die äußeren Reize bewusst wahrzunehmen und dann loszulassen, um sich den meditativen Impulsen zu widmen. Kleine Aufgaben, stille Momente und achtsame Schritte halfen, den Blick nach innen zu richten.

Im Gehen und Innehalten wurde die Schöpfung spürbar – in ihrer Schönheit und Zerbrechlichkeit. Themen wie Klimawandel und Wasserknappheit rückten ins Bewusstsein, doch ebenso wuchs die Dankbarkeit für das, was uns geschenkt ist. Die Wanderung wurde zum Spiegel unserer inneren und äußeren Welt, zum Ausdruck unserer Sehnsucht nach Frieden und Verbundenheit. Die Dankbarkeit für das, was wir haben, wuchs mit jedem Schritt. Die Natur wurde zum Spiegel unserer Verantwortung und unserer Sehnsucht nach Frieden – außen wie innen.

Am Ende der meditativen Wanderung kehrten wir still und gesammelt zum Toleranzbethaus zurück, wo Friederike Hönig uns mit dem aaronitischen Segen verabschiedete – ein kraftvoller Abschluss, der Frieden, Schutz und Licht für den weiteren Weg zusprach.

Diese Wanderung ist ein Geschenk an sich selbst – eine Einladung, in Stille und Offenheit innezuhalten. Es geht nicht um Höhenmeter oder Kilometer, sondern um die Reise ins eigene Bewusstsein. Komm mit, probiere es aus und entdecke, was dich in Bewegung setzen kann.

Wer diese besondere Form der spirituellen Wanderung selbst erleben möchte, hat noch zwei wunderbare Möglichkeiten:

Donnerstag, 21. August 2025

Donnerstag, 28. August 2025

Treffpunkt ist jeweils um 17:00 Uhr beim Toleranzbethaus in Watschig