Was bleibt, sind die Begegnungen.
Drei Wochen Begegnungen, Gottesdienste, Gespräche und wertvoller Impulse liegen hinter uns. Als Pfarrgemeinde Hermagor-Watschig sagen wir Frau Pfarrerin Friederike Hönig von Herzen Danke für ihr engagiertes Wirken und ihre Bereitschaft, auch heuer wieder als Urlauberseelsorgerin bei uns im Gailtal tätig zu sein.
In dieser Zeit feierte sie Gottesdienste in Hermagor und Watschig, gab mit ihrem Vortrag über ihre Zeit in Siebenbürgen interessante Einblicke und begleitete eine Bibelgesprächsrunde im Missionshaus.

Eine besondere Premiere waren die beiden Kinderstunden am Campingplatz EuroParcs. Damit wurde Seelsorge ganz unmittelbar zu den Menschen gebracht. Dorthin, wo Familien ihren Urlaub verbringen. Unser besonderer Dank gilt dafür auch den Verantwortlichen des Campingplatzes, die dieses Angebot ermöglicht haben.
Seine besondere Prägung erhielt der Abschied im letzten Gottesdienst im Toleranzbethaus Watschig. In ihrer Predigt zu 1. Korinther 3 sprach Frau Pfarrerin Hönig über das Fundament des christlichen Glaubens. Jesus Christus.
Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.
1 Korinther 3,11
Ein schöner Gedanke gerade zum Abschluss ihrer Zeit bei uns. Ein Fundament ist oft unsichtbar und doch trägt es alles. Auch Seelsorge geschieht vielfach im Stillen – durch ein gutes Wort, ein offenes Ohr, gemeinsames Fragen und Glauben. Vieles davon bleibt vielleicht unsichtbar, wirkt aber weiter.
Dass bei diesem letzten Gottesdienst die historische Orgel in Watschig mit wunderschönen Tönen erklang, machte diesen Moment zu einem besonders stimmungsvollen Abschluss.

Nun Lob Meine Seel Den Herren. (Psalm 103, EG 289) Teilmitschnitt anlässlich des Gottesdienstes im Toleranzbethaus in Watschig, am 23. August 2026. Auf der historischen Orgel, die 1837 aus Lienz kam. [1]
[1] Geschichte und Gegenwart der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Hermagor-Watschig, 1983, Pfr. Mag. Reinhard Beham
In ihrer persönlichen Abschiedsnachricht sagte Frau Pfarrerin Hönig, sie habe sich bei uns „getragen gefühlt“. Diese Worte berühren und zeigen zugleich, was Kirche im besten Sinne sein kann. Eine Gemeinschaft, in der Menschen einander tragen und stärken.
Zum Abschied überreichte Kurator Karl Wassertheurer Frau Pfarrerin Hönig als Erinnerung an ihre Zeit bei uns eine „Schneerosenkirche auf Lärchenholz“. Möge sie sie daran erinnern, dass sie im Gailtal herzlich willkommen war und mit ihrem Dienst Spuren hinterlassen hat.
Gemeinsam mit Michaela Rogi, unserer Pfarramtsassistentin und engagiert in der Evangelischen Frauenarbeit, ließ Pfarrerin Friederike Hönig im Café Semmelrock „am Fuße der Schneerosenkirche“ die Urlauberseelsorge bei einem gemütlichen Frühstück und guten Gesprächen ausklingen. Was bleibt, sind die Begegnungen.
Wir sagen Vergelt’s Gott für alles, was sie in diesen drei Wochen eingebracht und mit uns geteilt hat – für ihren Glauben, ihre Zeit, ihre Offenheit und ihre Freude an der Begegnung.
Und wir freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen – vielleicht in zwei Jahren, oder vielleicht sogar schon im nächsten Jahr. Für ihr bevorstehendes Vorhaben, das sie nach Italien führen wird, wünschen wir ihr von Herzen alles Gute, viel Freude und Gottes Segen.
Bis dahin: Gott befohlen und Gottes reichen Segen, liebe Frau Pfarrerin Hönig!

Frau Hönig hat uns einige ihrer Bilder aus dem Gailtal überlassen. Bilder von Landschaft und Natur, von Licht und Weite, und natürlich von unserer Schneerosenkirche. Als wollte sie uns damit liebevoll daran erinnern, in welch wunderbaren Teil der Schöpfung wir leben dürfen.










